Deutsche Kinderkrebshilfe

„Bambini-Treff zugunsten krebskranker Kinder“, eine einzigartige Erfolgsgeschichte!

„D A S   FUSSBALL-FEST   FÜR KINDERGARTEN-KINDER“

Wie es anfing   –   Anlass + Idee

St.Hubert: Als 1986 ein Mitspieler der U11 des FC St.Hubert an Krebs erkrankte und wenig später an dieser Krankheit starb, war das ein Schock für die übrigen Spieler, für den Trainer und auch für alle Eltern. Karl-Heinz („Kalla“) Josten hieß der Trainer dieser Mannschaft und er suchte vor 30 Jahren, unter den Eindrücken des über Monaten erlebten, nach einer Idee. Wie können wir Fußballer helfen? Wie können wir Fußballer soziale Verantwortung übernehmen? Wie schaffen wir es in unserem kleinen Verein, dass ‚Kinder für Kinder kicken’ und darauf stolz sein können?

Josten 1986: „Welche ‚Sorgen’ haben wir Fußballer denn? Es dreht sich doch eigentlich alles darum, ob wir genug Trikots, Fußbälle haben, ob Geld für die Saisonabschlussfahrt in der Jugendkasse ist und ob wir verlieren oder gewinnen. Das sind lächerliche Sorgen verglichen mit den Sorgen, die Geschwister, Eltern, Verwandte und Mitschüler haben, wenn ein Kind an Krebs erkrankt“.

 

Der Bambini-Treff zugunsten krebskranker Kinder war geboren. Geboren in einem Jahr als im Deutschen Kinder- und Jugendfußball noch niemand an „Bambini-Fußball“ dachte, es gab ihn einfach noch nicht.

So lässt sich erklären, warum am ersten Bambini-Treff nur 6 Mannschaften von zwei Kindergärten teilnahmen.

Kalla Josten: „Ohne Hannelore Johanning, Erzieherin im Kindergarten Paul-Ehrlich-Strasse in Kempen, wäre der Start 1987 in die Hose gegangen“.

Sie war von der Idee, anders als in den übrigen Kindergärten, so begeistert, dass sie alle Mädchen und Jungen in ihrem Kindergarten und auch die Eltern davon überzeugte, wie toll es ist, für krebskranke Kinder Fußball zu spielen.

Das Echo vom 1. Bambini-Treff in der Presse war sensationell. Sonderseiten berichteten von diesem „Ereignis“. In den Kindergärten wurde diskutiert und die Frage gestellt: „ Warum waren unsere Kinder nicht dabei?“ Eltern meldeten sich und wollten wissen, was man tun müsse, um beim 2. Bambini-Treff an den Start zu gehen.

Stars des Profi-Fußballs stellten sich für die Öffentlichkeitsarbeit zur Verfügung. Otto Rehhagel, gerade mit Werder Bremen Deutscher Meister geworden, kam nach Kempen.

Uli Hoeneß und seine Startruppe vom FC Bayern München rührten mit Kindern aus beteiligten Kindergärten bei Presseterminen die Werbetrommel und präsentierten viele Jahre die Ankündigungsplakate. Unzählige Stars des Sport und Persönlichkeiten stellten sich, gemeinsam mit den jungen Kickern des FC St.Hubert, immer gerne zur Verfügung.

Live-Übertragungen im „Mittagsmagazin“, Fernsehberichte im ZDF, Berichterstattung z.B. in der Welt am Sonntag, eine ganze Seite im DFB-Journal sorgten dafür, dass dieses Spektakel des FC St.Hubert in Kooperation mit Kindergärten bundesweit bekannt wurde.

Als Belohnung für das außergewöhnliche Engagement junger Fußballspieler wurden vom ZDF zwanzig Mädchen und Jungen in die Live-Sendung „Melodien für Millionen“ eingeladen. Moderator Dieter Thomas Heck stellte im Interview mit Kalla Josten dem Millionenpublikum diese Idee und die Kinder vor.

Unzählige Prominententreffen waren die Folge, die bis heute anhalten.

Beim „Kinderfest im Kanzleramt“ waren die kleinen Kicker vom FC St.Hubert drei Jahre hintereinander dabei.

Fußballstars kamen in die Kindergärten, um Mädchen und Jungen für den Fußballsport zu begeistern.

2017  – der 31. Bambini-Treff 

Inzwischen ist der „Bambini-Treff zugunsten krebskranker Kinder“ ein Selbstläufer.

Nicht, dass man ihn „locker aus dem Ärmel“ organisieren kann. Das würde bei rd. 130 Helfern, 750 Kindergarten-Kindern im Fußball-Dress aus 41 Kindergärten, rd. 2.000 – 3.000 Besuchern, einem Programm mit Künstlern und Aktionen auf dem Rasensportplatz an der Stendener Strasse in St.Hubert im Chaos enden.

Die Veranstaltung wird professionell, aber ehrenamtlich organisiert. An zwei Informationsveranstaltungen (6 und 2 Monate vor der Veranstaltung) müssen Vertreter der beteiligten Kindergärten teilnehmen. Diese bilden das Organisationsteam und sie erstellen den Organisations- und Ablaufplan, gemeinsam mit Kalla Josten vom FC St.Hubert, bei dem die Fäden seit 25 Jahren zusammenlaufen und für den es riesig ist, dass sich so viele Menschen, die sonst nichts mit Fußball „am Hut haben“ engagieren.

Eine Broschüre, Auflage 8.000 Exemplare, informiert auf 72 Seiten (alle 572 Seiten auch unter: www.fcsthubert.de) ausführlich, teilt mit, welche Kindergärten sich für krebskranke Kinder engagieren und an den Start gehen und enthält die Spielpläne für das Kicken auf zehn Spielfeldern gleichzeitig.

Was ist anders?

Im Deutschen Kinder- und Jugendfußball kennt man inzwischen auch Bambini-Treff’s im Vereinsfußball.

Hier sind die Teilnehmer die Vereine, während beim Bambini-Treff zugunsten krebskranker Kinder (dem ältesten Bambini-Treff in Deutschland) die Teilnehmer aus Kindergärten kommen.

Dies ist in Deutschland einzigartig. Fußball ist hier Mittel zum Zweck. Spielergebnisse sind uninteressant. „Sieger sind alle, die mitspielen und mithelfen, aber vor allem sollen krebskranke Kinder die Sieger sein“, so der FC St.Hubert.

81.584,13 Euro wurden bisher an die Deutsche Kinder-Krebs-Hilfe gespendet.

Einzigartig ist auch die Förderung des Spektakels, an dem bisher mehr als 14.000 Mädchen und Jungen aus Kindergärten teilnahmen und so den Einstieg in den Sport erlebten.

Die Sparkasse Krefeld und das Möbelhaus Dahlmann sind seit 30 Jahren Partner dieser sozialen Geschichte.

Wie geht es weiter?

Der Termin für den „31. Bambini-Treff 2017“ steht fest: Samstag, 01. Juli.

Mädchen und Jungs, die nach dem Bambini-Treff in „MINI-Kicker“ – Mannschaften spielen möchten, nehmen freitags von 15.00 bis 16.00 Uhr am Training der G-Junioren (U7) des FC St.Hubert teil.

Kindergarten-Kinder können weiterhin am kostenlosen „Lustigen Fußball-Training für Bambini-Kicker“ jeden Freitag von 15.00 bis 16.00 Uhr teilnehmen.